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Vorwärts

Gedanken, Ideen, Meinungen und Senf von Markus Tofalo

Verschlechterung für Velofahrende – gefährlich für Fussgänger

Sie ist eine der stark frequentierten Kreuzungen im Kanton. Bei grossem Verkehrsaufkommen bilden sich lange Rückstaus. Es herrscht Handlungsdruck. Das vorliegende Projekt hat für Velofahrende und auch für den Fussverkehr einen schwerwiegenden Mangel: Velofahrende werden durch den Wartebereich von Fussgängerinnen und Fussgängern geführt.

kein radweg auf trottoir

Die folgenden Ausführungen gelten nicht nur spezifisch für diese Kreuzung in Uzwil. Ich fordere ein Umdenken seitens der Verkehrsplanerinnen und -planer:

Velofahrende gehören nicht auf Trottoirs. Es ist Zeit, dass dies auch auf kantonaler Ebene in St.Gallen erkannt wird.
Und wenn dies unvermeidbar ist, darf es keine Benützungpflicht geben.

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Sie könnte grüner und ökologischer sein

Die Umgestaltung der St.Leonhard-Strasse im Abschnitt Gäbrisstrasse – Kornhausstrasse geht in die richtige Richtung. Die ursprünglich 3- bis 4-spurige Strasse wird auf 2 bis 3 Spuren reduziert. Die Baumreihe vor dem Neumarkt soll wieder hergestellt werden. Es wäre aber mehr möglich. Dies auch deshalb, weil die Strasse inzwischen dank einer Lichtsignalstafette ohnehin verkehrsberuhigt wurde. Hier fährt niemand mehr durch, der nicht zwingend muss.

stgallen stleonhardstrasse mit baeumen

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Volle Gleichberechtigung von Velos – Mein Velomanifest

Der Begriff «Langsamverkehr» wird im Gegensatz zum MIV, «motorisierte Individualverkehr», angewendet für langsamen und unmotorisierten Verkehr. Unter diesem Begriff wird alles verstanden, was sich langsam auf den Strassen bewegt: Fussgängerinnen und Fussgänger, Velofahrende, Skaterinnen und Skater, Trottinetts usw. Doch diese alle in einer Gruppe zusammenzufassen ist falsch.

keine velowege 2

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Gehen schnelle Velofahrende vergessen?

Mit der Verkehrswende aufgrund der Klimaschutzmassnahmen und verstärkt durch die Coronakrise steigt der Druck nach mehr Velomassnahmen. In allen grossen Städten Europas werden im Eiltempo – oft auch improvisiert – Velospuren und -wege erstellt. Gut so.

Auch in St.Gallen sollen vermehrt Velowege erstellt werden. Dies verlangen gleich zwei Initiativen. Doch dies ist nicht einfach. Es mangelt an Geld und auch an Platz. Die Kompromisse sind nicht immer befriedigend. Für routinierte, schnell fahrende Velofahrende sind manche Massnahmen gar Verschlechterungen. Oft fühlt man sich als Velofahrer an den Rand gedrängt. Ich muss mich erklären.

keine velowege

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Keine Studie – ist das das Ende?

Eine aufwendige Studie soll die Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit einer Überdachung von Autobahn und Gleisen beim Bahnhof St.Fiden aufzeigen. Die Kosten für diese Studie sind überraschend hoch, was abschreckt. Ist das bereits das Ende für eine Überdeckung?

Mein Wunsch wäre die Vernetzung der beiden Quartiere über eine Grünbrücke. Das wäre auch mit einer Länge von lediglich 50 bis 100m möglich, also 1/3 bis ½ der Länge der Überdeckung auf meinen Skizzen.

St.Gallen St.Fiden mit Grünbrücke als kurze Überdeckung

Die Überdeckung kann durchaus noch kürzer sein. Vorstellbar wäre auch eine Bushaltestelle auf dem Dach als Teil eine ÖV-Hubs am Bahnhof St.Fiden. Die Anzahl Busfahrten zum Hautbahnhof könnte so massiv verringert werden.

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Zur Schleichfahrt verdonnert

unmoegliche radwege

Velos sollte ein entsprechender Platz im Strassenverkehrsnetz eingeräumt werden. So die Wünsche und Forderungen. Dem wird, wenn möglich, durch das Aufmalen von Radstreifen entsprochen – leider aber oft auf Trottoirs. Doch hier lauern Konflikte und Gefahren.
Will man das Velo effektiv fördern, dann verdrängt man es nicht neben die Strasse, sondern setzt es vor sie oder darauf – gibt ihm also im Minimum vollste, echte Gleichberechtigung oder innerorts gar Vorrang.

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Ein Stollen für Fussgänger – nichts für Velofahrende

Die Planung zur neuen Platztorkreuzung steht exemplarisch für das Denken der Verkehrsplaner, vor allem der kantonalen. Das vorliegende Resultat vermittelt einmal mehr den Eindruck, dass man erst am Ende des Planungsprozesses noch an Velofahrende denkt. Der Platz reicht nicht für alles, die Kosten werden zu hoch. Opfer des Kompromisses ist der Veloverkehr. Dass einmal mehr Velo- und Fussverkehr gemischt werden soll, ist unzeitgemäss und für beide Beteiligten völlig unbefriedigend.
Die Kreuzung wird komplett neu, doch viel ändert sich nicht. Es könnte anders sein, wie dieses Beispiel in Baden zeigt.

Baden Schulhausplatz

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Verkehrsfläche zugunsten des Platzes fast halbiert

Der Umgestaltungplan der Kreuzung am Beginn der Teufener Strasse zeigt, dass es sehr gut möglich ist, die Verkehrsfläche zu reduzieren, die Sicherheit und den Komfort für Velofahrende zu steigern, ohne dass dadurch effekive Nachteile für den MIV und den ÖV entstehen.

appenzellerplatz

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Das unerkannte Potential von Buswendeplätzen

Plätze sind Orte der Zusammenkunft. Wege kreuzen sich, man verweilt aber auch, geplant oder spontan. Plätze sind Visitenkarten der Städte und deren Quartiere. St.Gallen hat zu wenig davon. Unsere Plätze sind primär Kreuzungen – oder Buskehrschleifen.

heiligkreuzplatz beschriftet

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Ja zu Marktplatz III, trotz allem

In St.Gallen steht die Marktplatz-Abstimmung III bevor. Ein drittes Nein wäre ein Riesendesaster. Die Stadt hat viel unternommen, ein solches zu verhindern. Doch mit dem Entscheid, zusammen mit dem Kanton eine Bibliothek im Union zu errichten, hat sie das Nein-Risiko unnötig erhöht. Die Union-Bibliothek hat unmittelbar Einfluss auf die Gestaltung des Marktplatzes. Trotz allem: Ja zum Marktplatz-Rahmenkredit, denn damit können die dringenden, wichtigen und unbestrittenen Teile endlich in Angriff genommen werden.

stgallen union bibliothe moeglicher umriss
Eine Bibliothek im erweiterten Union hat Einfluss auf den Marktplatz. Daher muss die Gestaltung von Platz und Haus aufeinander abgestimmt sein. Diese einfache Visualisierung zeigt das maximal mögliche Volumen. Ein Architekturwettbewerb läuft noch.

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Neues Zentrum im Westen St.Gallens

Der Bahnhof St.Gallen-Bruggen fristet ein jämmerliches Dasein. Mit gerade mal ca. 300 Passagieren pro Tag kann sein Betrieb durchaus in Frage gestellt werden. Das Festhalten an nur gerade zwei Zughalten pro Richtung werden diese Zahl auch kaum steigen lassen. Eine Verschiebung zum Bahnhof St.Gallen-Haggen wäre vielleicht die Lösung.

Der neue Platz beim neuen "Westbahnhof" zwischen den Bahnhöfen St.Gallen-Haggen und einer neuen Haltestelle auf der SBB-Linie könnte neben einem ÖV-Hub auch ein attraktives Quartierzentrum sein.Der neue Platz beim neuen "Westbahnhof" zwischen den Bahnhöfen St.Gallen-Haggen und einer neuen Haltestelle auf der SBB-Linie könnte neben einem ÖV-Hub auch ein attraktives Quartierzentrum sein.

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Welcher Veloweg ist der beste?

Dem Velo gehört die Zukunft. Velos sind schneller, fahrplanunabhängig und können näher am Ziel abgestellt werden. Diese drei Vorteile sind entscheidend für den Umstieg von Pendlerinnen und Pendlern auf das Velo. Kriterien wie Fitness und Klimafreundlichkeit mögen weitere Motive für die Wahl des Velos sein, sind aber eher sekundär.

welches ist der beste radweg

Mit zunehmenden Kilometern gewinnen «Neuvelolenkerinnen und -lenker» stetig an Erfahrung und Vertrauen. Nach anfänglicher passiver Fahrweise auf sicheren Wegen suchen später auch sie die schnellen Verbindungen.

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Reparatur des verkorksten Platzes

Auf alten Ansichten zeigte sich der Platz am Multertor mondän. Später wurde er dem Verkehr geopfert, dann leicht wieder von diesem befreit. Seiner Gestaltung hat man sich aber nie mehr richtig angenommen – oder annehmen dürfen. Sparen war angesagt. Dabei hätte der Platz um unseren schönsten Brunnen eine bessere Beachtung verdient.

multertor broderbrunnen stgallen

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Die Idee ist naheliegend – aber fragwürdig

Für Rorschach ist ein mittlerer Autobahnanschluss vorgesehen. Dieser soll vor allem Goldach entlasten. Dort staut sich täglich der Pendlerverkehr von St.Gallen. Ist dieses, mindestens 315 Mio. Franken teure Bauvorhaben wirklich zielführend?

Autobahn-Anschluss Rorschach "Witen"

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Eine Analyse der Verkehrsregelung

aus der Sicht eines routinierten Radfahrers

Überall werden Velowege oder Massnahmen zur «Verbesserung» des Veloverkehrs geplant und gebaut, auch in St.Gallen. Das mag für die meisten Velofahrenden sinnvoll sein. Aus Sicht des sicheren und schnellen Velofahrers, als solchen ich mich sehe, sind viele dieser Massnahmen jedoch unnötig und für ein rasches Vorwärtskommen sogar hinderlich.

velo druch stgallen

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Hochleistungsstrassen-Masterplan 2040

Unser Strassennetz ist am Anschlag. Der Raum St.Gallen droht in den nächsten Jahren im Verkehr zu ersticken. Ein Ausbau der Autobahnen ist dringend nötig, sonst droht die ganze Region ins wirtschaftliche Abseits abzugleiten. Bis 2040 sollen nun alle Engpässe und Stauherde beseitigt werden. Achtung Ironie.

autobahnnetz stgallen 1920

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Grossstädtische Halle – provinzielle Erschliessung

Obwohl nur gerade 500m vom Messegelände entfernt ein Bahnhof liegt, werden Tausenede von Olma-Besucherinnen und Besucher immer noch mit Bussen vom Hauptbahnhof St.Gallen zur Messe geschleust. Und das soll gemäss Stadtrat auch nach dem Bau der neuen grossen Halle 1 so bleiben. Dabei stösst dieses Verkehrsregime schon jetzt an Grenzen.

Schlange stehen vor dem Bus zur Olma - Schlange gehen auf dem schmalen und einer Messe dieser Grösse unwürdigen Zugangsweg.
Schlange stehen vor dem Bus vom Hauptbahnhof zur Olma – Schlange gehen auf dem schmalen Weg vom Bahnhof St.Gallen-St.Fiden zum Messeglände. 
Der ausgebaute Messebahnhof St.Gallen-St.Fiden und ein entsprechender Weg könnten dieser Misere Abhilfe schaffen.

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Wohnen im Alter: zentral oder abseits?

Wäre es nicht schöner für die Bewohnerinnen und Bewohner einer Alterswohnanlage, wenn sie am Stadtleben teilhaben könnten, als an den Stadtrand gedrängt zu sein? Wenn also Alterswohnungen zentral gelegen wären anstatt dem Zentrum abgewandt zu sein?

notkerianum an autobahn
Das Notkerianum plant einen Neubau an der Autobahn (Symbolbild, ein Projekt liegt noch nicht vor)

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Die Planungsleiche ist etwas weniger tot

Seit dem 7.3.2019 liegt eine überarbeitete, abgespeckte Projektstudie des Astra für die «Engpassbeseitigung St.Gallen» mit dem Zubringer Güterbahnhof und dem Liebeggtunnel (zuvor "Teilspange" genannt) vor, das man nun weiter vorantreiben möchte. Auch ein grober Finanzierungsplan wurde vorgestellt. Diese beiden Punkte haben die Ausgangslage seit 2014 massiv verändert. Die Planungsleiche wird nun beatmet.

stop zubringer gueterbahnhof stgallen

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