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JANE BOGEART

Weltklasse auf dem Album der Solothurnerin

Sie sang für A-HA, JOSHUA KADISON, LIONEL RICHIE, AL JARREAU, DAVID HASSELHOFF oder UDO LINDENBERG, auch für die Schweiz am «Eurosong Contest». Jetzt singt sie für sich und für alle Fans von gutem, solidem Achtzigerrock auf ihrem Album «5th Dimension».

jane bogeart

Dass sie mit ROBERT PAPST einen Produzenten gefunden hat, der mit seiner Band (DOMINOE) in den '80ern selber an der Rockfront stand, ist auf dem Album der Solothurnerin nicht zu überhören. Retrofans finden sicher ihre Freude an JANE BOGEARTs Album. Wie es ihr gelungen ist, derart viel internationale Prominenz auf ihre Platte zu bringen, erzählt sie im Interview mit dem TREND MAGAZIN.

SIP: Wann war dir klar, dass sich dein Berufsleben nicht im Büro, sondern auf der Bühne und im Musikstudio abspielen wird?
JANE BOGEART: Als ich mit 10 Jahren von meiner ersten Pianostunde nach Hause kam, schrieb ich einen dicken Filzstift auf meinen Schulranzen: «Music is my life». Richtig klar wurde es mir dann erst, als ich den Film «Fame» gesehen hatte. Auf so eine Schule musste ich auch. Nur, in der Schweiz gab es keine dieser Art. Also besuchte ich erst mal das Rhythmikseminar am Konservatorium Biel. Zwei Jahre später wechselte ich auf das PERFORMING ARTS CENTER in München.

Was sind deine musikalischen Einflüsse?
Meiner Eltern liebten Blues, Country und Soul. Mein Vater hörte stets RAY CHARLES und JOHNNY CASH und meine Mutter RANDY CRAWFORD. Diese Musik ist auch heute noch mein Fundament. Ungefähr in der 3. Klasse entdeckte ich, dass im Keller unserer Musikschule eine Rockband probte. Da einer der Musiker der Sohn von Bekannten meiner Eltern war, durfte ich ab und zu im Proberaum zuhören. Später, als diese Band mit dem Namen KROKUS berühmt wurde, besuchte ich CHRIS VON ROHR oft Zuhause – er wohnte vier Häuser weiter als ich. Er erzählte von Tourneen und Amerika. Das hat mich sicher enorm geprägt. Einmal drückte er mir eine Kassette in die Hand mit den Worten: «Nach den Sommerferien singst du mir den ersten Song darauf vor!» Fünf Wochen lang übte ich «Baby love» von MOTHER’S FINEST. CHRIS war beeindruckt von mir. FERNANDO VON ARB von KROKUS schrieb und produzierte meine 2. Single im zarten Alter von 17 Jahren.

Hat der Albumtitel eine tiefere Bedeutung?
«5th Dimension» ist eindeutig ein Rockalbum, beeinflusst vom Achtzigerrock. Damit sind Produzent ROBERT PAPST und ich aufgewachsen. In die 5. Dimension zu fliegen, steht symbolisch dafür, über das bekannt Menschliche hinaus zu wachsen, dahin wo sich alle Grenzen auflösen, weil man mit dem Grösseren verbunden ist. Mit und durch die Arbeit an dem Album habe ich meine Wurzeln wieder gespürt und bin über mich selbst hinaus gewachsen.

Du hast interessante Gastmusiker dabei. Wie kam das?
CHARLIE MORGAN, Drummer von ELTON JOHN, trommelte die «Classic Rock Tour I» bei der ich sang. Als er mich singen hörte, bot er sich spontan an, auf meinem Album zu spielen. CHARLIE ist ein guter Kumpel von RHINO, Bassist von STATUS QUO, mailte ihm ein paar meiner Songs, da er wusste dass RHINO darauf stehen würde, und so wollte auch RHINO – von sich aus –  mitspielen. MATT BECK, Keyboarder von ROD STEWART hatte ROBERT angefragt. Mit JOE LYNN TURNER (DEEP PURPLE, RAINBOW) verbinden mich einige durchzechte Nächte, tiefgehende Gespräche, gemeinsame Auftritte in Florida, Holland und Deutschland und mittlerweile eine tiefe Freundschaft. Ihn ins Boot zu bekommen war nicht schwer. Bei JEFF SCOTT SOTO lief das etwas anders. Kurz nach meiner Performance an einem US-Festival trat JSS auf. Er hat ein unwiderstehliches, aussergewöhnliches Charisma, das ich so noch bei keinem anderen Künstler wahrgenommen habe. Einige Monate später nach einem Gig in München fragte ich ihn einfach, ob er nicht Lust auf ein Duett mit mir hätte. Er sagte sofort zu und so setzte ich mich in der selben Nacht noch ans Piano und komponierte unser Duett «Still There For Me».

Was erwartest Du von Deinem neuen Album?
Viele meiner Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen sind bereits übertroffen worden. All die Weltklassemusiker, das positive Feedback aus Deutschland und Asien, sowie nun auch aus der Schweiz erfüllt mich mit grossem Stolz. Ein Soloalbum zu machen ist ähnlich, wie ein Kind zu bekommen. Erst kommt die Kreativphase, in der es «gemacht» wird. Man wächst mit ihm, über sich hinaus und es nimmt immer mehr Formen an. Man überlegt sich einen Namen. Irgendwann ist es fertig und kommt ins Presswerk. Dann hält man das Werk auf einmal in den Händen. Man hegt und pflegt es, gibt Interviews etc. und tut alles dafür, damit es laufen lernt um die Welt kennenzulernen. Die Welt soll mein tolles Album kennen lernen.

Du bist schon beeindruckend lang und sehr erfolgreich im Musikbusiness. Gibt es noch ein grosses Ziel, dass Du Dir gesteckt hast?
Ich bin bis jetzt ganz gut damit gefahren, den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen. Go with the flow, es fliessen zu lassen ohne mir grosse, konkrete Ziele zu setzen. Das Leben ist gut zu mir und darauf kann ich vertrauen.

Album: «5th Dimension» (Comand / Yester Rock)
www.janebogaert.com

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