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Vorwärts

Gedanken, Ideen, Meinungen und Senf von Markus Tofalo

Velos gehören nicht an den Rand gedrängt

Gehen schnelle Velofahrende vergessen?

Mit der Verkehrswende aufgrund der Klimaschutzmassnahmen und verstärkt durch die Coronakrise steigt der Druck nach mehr Velomassnahmen. In allen grossen Städten Europas werden im Eiltempo – oft auch improvisiert – Velospuren und -wege erstellt. Gut so.

Auch in St.Gallen sollen vermehrt Velowege erstellt werden. Dies verlangen gleich zwei Initiativen. Doch dies ist nicht einfach. Es mangelt an Geld und auch an Platz. Die Kompromisse sind nicht immer befriedigend. Für routinierte, schnell fahrende Velofahrende sind manche Massnahmen gar Verschlechterungen. Oft fühlt man sich als Velofahrer an den Rand gedrängt. Ich muss mich erklären.

keine velowege

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Überdeckung St.Fiden: Es geht auch kürzer

Keine Studie – ist das das Ende?

Eine aufwendige Studie soll die Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit einer Überdachung von Autobahn und Gleisen beim Bahnhof St.Fiden aufzeigen. Die Kosten für diese Studie sind überraschend hoch, was abschreckt. Ist das bereits das Ende für eine Überdeckung?

Mein Wunsch wäre die Vernetzung der beiden Quartiere über eine Grünbrücke. Das wäre auch mit einer Länge von lediglich 50 bis 100m möglich, also 1/3 bis ½ der Länge der Überdeckung auf meinen Skizzen.

St.Gallen St.Fiden mit Grünbrücke als kurze Überdeckung

Die Überdeckung kann durchaus noch kürzer sein. Vorstellbar wäre auch eine Bushaltestelle auf dem Dach als Teil eine ÖV-Hubs am Bahnhof St.Fiden. Die Anzahl Busfahrten zum Hautbahnhof könnte so massiv verringert werden.

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Radstreifen auf Trottoirs

Zur Schleichfahrt verdonnert

unmoegliche radwege

Velos sollte ein entsprechender Platz im Strassenverkehrsnetz eingeräumt werden. So die Wünsche und Forderungen. Dem wird, wenn möglich, durch das Aufmalen von Radstreifen entsprochen – leider aber oft auf Trottoirs. Doch hier lauern Konflikte und Gefahren.
Will man das Velo effektiv fördern, dann verdrängt man es nicht neben die Strasse, sondern setzt es vor sie oder darauf – gibt ihm also im Minimum vollste, echte Gleichberechtigung oder innerorts gar Vorrang.

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Neue Unterführung Platztor St.Gallen

Ein Stollen für Fussgänger – nichts für Velofahrende

Die Planung zur neuen Platztorkreuzung steht exemplarisch für das Denken der Verkehrsplaner, vor allem der kantonalen. Das vorliegende Resultat vermittelt einmal mehr den Eindruck, dass man erst am Ende des Planungsprozesses noch an Velofahrende denkt. Der Platz reicht nicht für alles, die Kosten werden zu hoch. Opfer des Kompromisses ist der Veloverkehr. Dass einmal mehr Velo- und Fussverkehr gemischt werden soll, ist unzeitgemäss und für beide Beteiligten völlig unbefriedigend.
Die Kreuzung wird komplett neu, doch viel ändert sich nicht. Es könnte anders sein, wie dieses Beispiel in Baden zeigt.

Baden Schulhausplatz

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Alles richtig am Appenzellerplatz

Verkehrsfläche zugunsten des Platzes fast halbiert

Der Umgestaltungplan der Kreuzung am Beginn der Teufener Strasse zeigt, dass es sehr gut möglich ist, die Verkehrsfläche zu reduzieren, die Sicherheit und den Komfort für Velofahrende zu steigern, ohne dass dadurch effekive Nachteile für den MIV und den ÖV entstehen.

appenzellerplatz

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Was haben Bibliothek, FHS und Marktplatz miteinander zu tun?

Ja zu Marktplatz III, trotz allem

In St.Gallen steht die Marktplatz-Abstimmung III bevor. Ein drittes Nein wäre ein Riesendesaster. Die Stadt hat viel unternommen, ein solches zu verhindern. Doch mit dem Entscheid, zusammen mit dem Kanton eine Bibliothek im Union zu errichten, hat sie das Nein-Risiko unnötig erhöht. Die Union-Bibliothek hat unmittelbar Einfluss auf die Gestaltung des Marktplatzes. Trotz allem: Ja zum Marktplatz-Rahmenkredit, denn damit können die dringenden, wichtigen und unbestrittenen Teile endlich in Angriff genommen werden.

stgallen union bibliothe moeglicher umriss
Eine Bibliothek im erweiterten Union hat Einfluss auf den Marktplatz. Daher muss die Gestaltung von Platz und Haus aufeinander abgestimmt sein. Diese einfache Visualisierung zeigt das maximal mögliche Volumen. Ein Architekturwettbewerb läuft noch.

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Zusammenlegung der Bahnhöfe St.Gallen-Haggen und -Bruggen

Neues Zentrum im Westen St.Gallens

Der Bahnhof St.Gallen-Bruggen fristet ein jämmerliches Dasein. Mit gerade mal ca. 300 Passagieren pro Tag kann sein Betrieb durchaus in Frage gestellt werden. Das Festhalten an nur gerade zwei Zughalten pro Richtung werden diese Zahl auch kaum steigen lassen. Eine Verschiebung zum Bahnhof St.Gallen-Haggen wäre vielleicht die Lösung.

Der neue Platz beim neuen "Westbahnhof" zwischen den Bahnhöfen St.Gallen-Haggen und einer neuen Haltestelle auf der SBB-Linie könnte neben einem ÖV-Hub auch ein attraktives Quartierzentrum sein.
Der neue Platz beim neuen "Westbahnhof" zwischen den Bahnhöfen St.Gallen-Haggen und einer neuen Haltestelle auf der SBB-Linie könnte neben einem ÖV-Hub auch ein attraktives Quartierzentrum sein.

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Der ideale Veloweg

Welcher Veloweg ist der beste?

Dem Velo gehört die Zukunft. Velos sind schneller, fahrplanunabhängig und können näher am Ziel abgestellt werden. Diese drei Vorteile sind entscheidend für den Umstieg von Pendlerinnen und Pendlern auf das Velo. Kriterien wie Fitness und Klimafreundlichkeit mögen weitere Motive für die Wahl des Velos sein, sind aber eher sekundär.

welches ist der beste radweg

Mit zunehmenden Kilometern gewinnen «Neuvelolenkerinnen und -lenker» stetig an Erfahrung und Vertrauen. Nach anfänglicher passiver Fahrweise auf sicheren Wegen suchen später auch sie die schnellen Verbindungen.

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St.Gallen: Broderbrunnen

Reparatur des verkorksten Platzes

Auf alten Ansichten zeigte sich der Platz am Multertor mondän. Später wurde er dem Verkehr geopfert, dann leicht wieder von diesem befreit. Seiner Gestaltung hat man sich aber nie mehr richtig angenommen – oder annehmen dürfen. Sparen war angesagt. Dabei hätte der Platz um unseren schönsten Brunnen eine bessere Beachtung verdient.

multertor broderbrunnen stgallen

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Velomassnahmen im Strassenverkehr

Eine Analyse der Verkehrsregelung

aus der Sicht eines routinierten Radfahrers

Überall werden Velowege oder Massnahmen zur «Verbesserung» des Veloverkehrs geplant und gebaut, auch in St.Gallen. Das mag für die meisten Velofahrenden sinnvoll sein. Aus Sicht des sicheren und schnellen Velofahrers, als solchen ich mich sehe, sind viele dieser Massnahmen jedoch unnötig und für ein rasches Vorwärtskommen sogar hinderlich.

velo druch stgallen

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Staufrei im Raum St.Gallen

Hochleistungsstrassen-Masterplan 2040

Unser Strassennetz ist am Anschlag. Der Raum St.Gallen droht in den nächsten Jahren im Verkehr zu ersticken. Ein Ausbau der Autobahnen ist dringend nötig, sonst droht die ganze Region ins wirtschaftliche Abseits abzugleiten. Bis 2040 sollen nun alle Engpässe und Stauherde beseitigt werden. Achtung Ironie.

autobahnnetz stgallen 1920

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Olma: Zugang ungenügend

Grossstädtische Halle – provinzielle Erschliessung

Obwohl nur gerade 500m vom Messegelände entfernt ein Bahnhof liegt, werden Tausenede von Olma-Besucherinnen und Besucher immer noch mit Bussen vom Hauptbahnhof St.Gallen zur Messe geschleust. Und das soll gemäss Stadtrat auch nach dem Bau der neuen grossen Halle 1 so bleiben. Dabei stösst dieses Verkehrsregime schon jetzt an Grenzen.

Schlange stehen vor dem Bus zur Olma - Schlange gehen auf dem schmalen und einer Messe dieser Grösse unwürdigen Zugangsweg.
Schlange stehen vor dem Bus vom Hauptbahnhof zur Olma – Schlange gehen auf dem schmalen Weg vom Bahnhof St.Gallen-St.Fiden zum Messeglände. 
Der ausgebaute Messebahnhof St.Gallen-St.Fiden und ein entsprechender Weg könnten dieser Misere Abhilfe schaffen.

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Erweiterung Notkerianum St.Gallen-Neudorf

Wohnen im Alter: zentral oder abseits?

Wäre es nicht schöner für die Bewohnerinnen und Bewohner einer Alterswohnanlage, wenn sie am Stadtleben teilhaben könnten, als an den Stadtrand gedrängt zu sein? Wenn also Alterswohnungen zentral gelegen wären anstatt dem Zentrum abgewandt zu sein?

notkerianum an autobahn
Das Notkerianum plant einen Neubau an der Autobahn (Symbolbild, ein Projekt liegt noch nicht vor)

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St.Gallen: Zubringer Güterbahnhof und Liebeggtunnel (Teilspange)

Die Planungsleiche ist etwas weniger tot

Seit dem 7.3.2019 liegt eine überarbeitete, abgespeckte Projektstudie des Astra für die «Engpassbeseitigung St.Gallen» mit dem Zubringer Güterbahnhof und dem Liebeggtunnel (zuvor "Teilspange" genannt) vor, das man nun weiter vorantreiben möchte. Auch ein grober Finanzierungsplan wurde vorgestellt. Diese beiden Punkte haben die Ausgangslage seit 2014 massiv verändert. Die Planungsleiche wird nun beatmet.

stop zubringer gueterbahnhof stgallen

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S-Bahn St.Gallen hätte Potential

Wunsch: ein 15-Minuten-Takt

Eigentlich könnten die Voraussetzungen nicht besser sein. St.Gallen ist ist langgezogen. Zwei Bahnlinien führen entlang der Stadtachse, eine dritte durchkreuzt das Zentrum von Süden nach Osten. Neben dem Hauptbahnhof liegen 11 weitere S-Bahnhöfe bzw. -Haltestellen auf Stadtgebiet. Eine zwölfte wird folgen. Trotzdem kann nicht von einem funktionierenden S-Bahn-Netz gesprochen werden.

make stgallen hb great again

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St.Gallen Bahnhof-Nord: Villa Wiesental, Kreuzung St.Leonhard-Kreuzbleiche

Villa trifft Bauhaus am Europaplatz

Mit dem Projekt eines neuen Hochhauses im Garten der Villa Wiesental kommt man hier endlich weiter. Im Gebiet Bahnhof Nord gibt es aber noch weitere Knoten, die es zu lösen gilt:

  • Der Kanton als Besitzer des grossen Parkplatzes sträubt sich gegen den breit abgestützten Plan der Stadt – kein zweiter Turm und keine «Plaza Mayor».
  • Die Kreuzung Kreuzbleiche-St.Leonhard ist für Fussgängerinnen und Velofahrer ein grosses Ärgernis. Zudem sind die vielen Rotphasen aufgrund des LV hinderlich für einen flüssigeren MIV.
  • Das Geschäftshaus «Leopard» am Tor zur Stadt ist wahrlich keine Augenweide.

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Das neue Gebäude im Garten der Villa Wiesental zwischen Villa und dem Geschäftshaus "Leopard"

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Radio und TV-Gebühren – Die aktuelle Praxis ist unbefriedigend

Können Unternehmen und Hotels Musik hören?

Für die Programme der SRG muss bezahlt werden. Musik konsumieren kostet. Das geht soweit in Ordnung. Die Arbeit der Macher soll schliesslich nicht gratis sein. Doch wer soll wie viel bezahlen? Ist es fair, dass ein Single-Haushalt gleich viel zahlt wie eine WG? Ist es korrekt, dass ich für die gleiche Leistung mehrfach bezahlen muss, zuhause, im Geschäft und in öffentlichen Bereichen?

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