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Vorwärts

Gedanken, Ideen, Meinungen und Senf von Markus Tofalo

Alle wollen ihr «Areal Bach»

Es war eine hässliche Brache zwischen Bahngleisen und Parkplatz. Auf Intiative aus der Bevölkerung wurde daraus eine wertvolle Oase in der Stadt St.Gallen. Seitehr sind drei Jahre vergangen. Inzwischen zeigt die Vegetation ihre volle Pracht und die genau so spriessen die Veranstaltungen und Aktivitäten der Parknutzenden. Das Projekt «Areal Bach» hinter dem Bahnhof St.Gallen-St-Fiden inspiriert zur Nachahmung.

 

Vor einem Jahr wurde ich kontaktiert, auf einem vorgegebenen Gelände in einer Kleinstadt einen Park zu skizzieren nach Vorbild des Areal Bach. Gewünscht war neben einer üppigen biodiversen Bepflanzung ein Mehrzweckplatz für Veranstaltungen, ein Generationenspielplatz, Spazierwege, ein Wasserspielplatz für Kinder oder ein Gemeinschaftsgemüsegarten.

volkspark

Vorgesehene Elemente

  • In einem bestehender Schuppen:
    Einbau einer WC-Anlage und der minimalen Infrastruktur zur Führung eines temporären Gastronomiebetriebs. Dieser kann von einem Verein geführt werden.
  • Dazu Lagerplatz für Festeinrichtungen, damit hier auch Veranstaltungen in mittelgrossem Rahmen möglich sind.
  • Zentraler Platz
  • Platzlinde und Eiche mit je einem fixen Tisch darunter
  • Gemeinschaftsgemüsegarten aus Hoch und Tiefbeeten, aufteilbar. Dazu ein zentral gelegener Schuppen für die Werkzeuge und ein Brunnen, evtl. mit Regenwassertank, sowie am Rand eine Bio-Umwälz-Kompostieranlage.
  • Teich, evtl. mit Wasservögeln und Amphibien
  • Feuerstelle mit Bank
  • Neben dem Schuppen ein Veloparkplatz. Eine Überdeckung ist zweitrangig, da sich hier ohnehin bei Regen kaum jemand aufhält.
  • Matsch- und Baugarten mit Bächli und Kanälen für experimentierfreudige Kinder
  • Naturhügel zum Klettern
  • Naschgarten mit Beerensträuchern und Wildobstbäumen
  • Trockenbiotop und Wildblumenwiese
  • Sämtliche Grünanlagen, mit Ausnahme einer Spielwiese, sind natürlich gehaltene Magerwiesen, die nur ein- bis zweimal pro Jahr gemäht werden müssen.
  • Ein attraktives Wegnetz verbindet die einzelnen Elemente.
  • Sitzbänkli
  • Arena für kleine öffentliche Aufführungen oder einfach als Sitzgelegenheit im Park

 

Schliesslich stand das gewünschte Areal dann doch nicht zur Verfügung. Die Idee wäre, an die jeweilige örtlichen Gegebenheiten angepasst, grundsätzlich auf andere Grundstücke übertragbar – in kleiner Form auch als Square nach dem Leitbild «Grünes Gallustal» auch auf engen Platzverhältnissen in einem Quartier.

Squares nach «Grünes Gallustal»


Gerade in Städten, welche zunehmend verdichtet werden, sind solche grünen Erholungs- und Aufenthaltsbereiche äusserst wertvoll. Sie zu erstellen, muss nicht zwingend eine kommunale Aufgabe sein. Mehrfamilienhäuser sind jeweils von ausgedehnten, oft auch zusammenhängenden Rasenflächen umgeben. Diese dienen zu nichts. Spielende Kinder sind selten, Gemüsebeete gibt es trotz grosse Nachfrage nach Familiengärten keine und die Natur hat von diesen öden Rasenflächen, die alle zwei Wochen mit viel Lärm gemäht werden, auch nichts. Darum mein Aufruf an die Liegenschaftsverwaltungen: Lasst eure Mieterschaft diese Brachen erobern und nutzen! Mieterinnen und Mieter: Schliesst euch zusammen und ergreift die Initative, macht Vorschläge!

 

Familiengärten unter Druck

Areal Bach, St.Gallen

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